Bandbreitenmodell von economy for mankind, das beste alternative Wirtschaftssystem der Welt

Vermögensbeschränkungen statt Vermögenssteuer

Die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland

  • Die Schere zwischen Arm und Reich reißt auch in Deutschland systembedingt (Vermögen bringt Zinsen) immer weiter auseinander.

  • Offiziell besaß das reichste Zehntel der deutschen Bevölkerung bereits 1996 rd. zwei Drittel des Vermögens in Deutschland. Das reichste 1% in Deutschland besaß 1996 offiziell rd. 25% des Vermögens.

  • Da Deutschlands Regierungsparteien 1997 die Vermögenssteuer abschafften, gibt es keine aktuelleren Daten zur Vermögensverteilung als die von 1996. Die offizielle Vermögensstatistik stimmt nicht annähernd, da keine einzige reiche Person befragt wird (Haushalte mit mehr als 18.000 € Monatseinkommen werden statistisch nicht erfasst, lediglich 15.000 Haushalte werden befragt, Multimillionäre oder gar Milliardäre sind nie Teil der Umfragen, und in Umfragen geben Arme zu hohe und Wohlhabende zu niedrige Werte an).

  • Da die Umverteilung von Arm nach Reich durch Zinsen / Profite systembedingt immer weiter läuft, kann die Ungleichverteilung zwangsläufig von Jahr nur noch größer werden. 2015 besitzen die reichsten 10% konservativ geschätzt 3 Viertel des Vermögens, das obere 1% besitzt mindestens ein Drittel (siehe Entwicklung lt. Global Wealth Report der Boston Consulting Group), und die 100 reichsten Deutschen besitzen allein rd. 400 Mrd. €.

  • Die unteren 60% der Deutschen besitzen (abgesehen von einer bescheidenen Wohnungseinrichtung und teilweise einem alten Auto) kein nennenswertes Vermögen. 25% aller Haushalte haben kein Geld für ein Auto. 40% aller Autos sind über 10 Jahre alt.

  • Die Oberschicht nutzt ihre finanziellen Mittel, um durch Lobbyisten politische Entscheidungen zu bewirken, die lediglich ihren eigenen Interessen dienen (siehe Abschaffung der Vermögenssteuer), und die den Interessen der breiten Mehrheit der Bevölkerung entgegenstehen.

  • Parallel zu den Vermögen reißen gute und schlechte Wohnviertel auseinander.

zu grosser Reichtum

Konkretes Umsetzungsbeispiel: Eine 30 Mio.-€-Grenze

Sofern dies von einer Partei oder durch einen Volksentscheid beschlossen würde, beschränkt der Bundestag für jede Person folgende Vermögensarten durch eine Vermögenssteuer von 100% oberhalb eines steuerfreien Vermögens von:

  1. 2 selbst genutzten Wohnimmobilien

  2. 10 vermieteten Wohnimmobilien/Wohneinheiten

  3. 5 Mio. € Aktienbesitz

  4. 20 Mio. € sonstigen Unternehmensanteilen

  5. insgesamt 30 Mio. €

  6. 0 (in Worten: Null) € auf alle Eigentumskonstruktionen, die das Ziel haben, die Punkte a.-e. zu umgehen (das heißt: beim Versuch der Hinterziehung der Vermögenssteuer riskiert man den Verlust seines gesamten in Deutschland befindlichen Vermögens)

Konsequenz: Es gäbe keinen Bundesbürger mehr mit einem Vermögen von mehr als 30 Mio. €. Deutschland wäre ein Land ohne Superreiche. 30 Mio. € sind übrigens nur ein Beispiel, das folgende Überlegungen berücksichtigt:

  1. Nur extrem wenige Menschen sind davon betroffen. Weltweit besitzen nur rd. 190.000 Personen mehr als 30 Mio. $. In Deutschland betrifft eine Vermögensbeschränkung auf 30 Mio. € weniger als 20.000 Personen (die Einwohnerzahl von Sylt). 99,7% aller Bundesbürger und Wähler wären also nicht betroffen. Je weniger Menschen von einer politischen Entscheidung einen Nachteil haben, desto leichter ist sie mit den Wählern umzusetzen.

  2. 30 Millionen € pro Person sind ein Betrag, bei dem sich jeder Mensch lächerlich macht, der die Meinung vertritt, dies sei nicht genug.

  3. Zu niedrige Vermögensgrenzen wirken demotivierend auf Unternehmer, und keine Wirtschaft kann auf Dauer ohne motivierte Unternehmer überleben.

Oberschicht-Lobbyisten verteufeln jegliche Steuern auf Vermögen mit dem Argument, daß damit Investitionen in die Wirtschaft und Arbeitsplätze verhindert würden. Dem ist zu entgegnen:

  • Je mehr wir uns den Investoren unterwerfen, desto abhängiger werden wir von ihnen.

  • Je abhängiger wir uns von Investoren machen, desto handlungsunfähiger wird der Staat. Statt daß der Staat selbst investiert, ist er gezwungen, sich in immer mehr Bereichen den Kapitalbesitzern zu unterwerfen (siehe: Steuersparmodelle, Privatisierungen, Staatsverschuldung, etc.)

  • Jede Investition fordert Profite (Return On Investment). Jemand muß diese Profite zahlen. Dieser Jemand sind wir - die breite Masse der Bevölkerung, die keinen (nennenswerten) Anteil am Kapitalvermögen besitzt.

  • Vermögensbeschränkungen bei Unternehmensbeteiligungen begrenzen sowohl die Abhängigkeit von Investoren als auch die Vermögensumverteilung von Arm nach Reich.

Verwendung

Eine Vermögenssteuer wäre am einfachsten umzusetzen, wenn man die Einnahmen zweckgebunden gegen die größte Armut verwendet, und zwar die Armut in der 3. Welt.

Durch die Uneigennützigkeit wird der zu erwartende Vorwurf der Oberschicht entkräftet, die Unter- und Mittelschicht wollten sie "berauben". Dabei ist es genau umgekehrt. Honoré de Balzac und Richard O'Connor formulierten treffend: "Hinter jedem großen Vermögen steht ein großes Verbrechen."

Das Verbrechen kann juristisch gesehen legal sein und z.B. darin liegen, unverhältnismäßig hohe Vermögen durch Profite anzuhäufen, die durch die Übervorteilung von Mitarbeitern (zu niedrige Löhne) und Kunden entstehen. Oder auch darin, Wettbewerber aus dem Markt zu drängen und mit Kartellen und Monopolen die Welt zu plündern. Oder auch durch strafbare kriminelle Handlungen (organisierte Kriminalität). Und natürlich darin, mit Kapital zu Lasten der Armen, Uninformierten und Ehrlichen dieser Welt zu spekulieren.

Das Kapital wandert ab? Eine leere Drohung

Reiche Menschen drohen gern mit der Abwanderung ihres Kapitals. Das können sie gern tun. Was sie dabei übersehen:

Oberschicht-Lobbyisten verteufeln jegliche Steuern auf Vermögen mit dem Argument, daß damit Investitionen in die Wirtschaft und Arbeitsplätze verhindert würden. Dem ist zu entgegnen:

  • Deutschland braucht das Kapital nicht, weil es durch das Steuersystem des BBM finanzielle Mittel im Überfluss gäbe.

  • Unternehmen, die in Deutschland Geschäfte und Profite machen, lassen sich mit den Bandbreitenmodell nicht verlagern, ohne den Steuervorteil bei der Umsatzsteuer (und damit die Existenzgrundlage) zu verlieren.

  • Unternehmen, die abwandern, verlieren ihren Anteil am deutschen Billionen-Binnenmarkt an die clevere Konkurrenz (siehe Kapitel 3.4.1. im Buch "Die Geldlawine").

  • Immobilienvermögen lässt sich nicht ins Ausland transferieren.

  • Wertpapiervermögen lässt sich nur im Rahmen der Finanzmarktregeln des BBM (siehe Kapitel 5.2.ff im Buch "Die Geldawine") ins Ausland transferieren - auf Namensaktien in Höhe von insgesamt 5 Mio. € beschränkt.

  • Geldvermögen lässt sich in diesem Konzept nur dann ohne den Straftatbestand der Steuerhinterziehung transferieren, wenn man gleichzeitig die deutsche Staatsbürgerschaft aufgibt - und nichts fürchten Vermögende mehr als Freiheitsstrafen und den Verlust ihres Vermögens durch Bußgelder (siehe oben, Punkt f.)

  • Wer auswandert, fehlt Deutschland nicht. Wie erkannte Charles de Gaulle so treffend? "Die Friedhöfe der Welt sind voller unersetzlicher Menschen." Spitzenmanager wollen abwandern? Wohin denn? Welches Land braucht solche Leute - und warum? Deutschlands Wirtschaft beschäftigt ein Heer von meist weitaus besseren Leuten in der 2. und 3. Reihe, die die glorifizierten Herrschaften schnell vergessen machen können.

Wirkung - das wahrscheinlichste Szenario: Konsumrausch

Welche Beträge kämen bei einer Vermögensbeschränkung heraus? Im ersten Jahr wären es 3-4-stellige Milliardenbeträge, die durch die Besteuerung nicht verlagerbarer Vermögen in die Hände der Allgemeinheit wechseln würden.

Im Jahr 2 gäbe es in Deutschland nur noch Menschen mit weniger als 30 Mio. € Vermögen. Da die meisten Vermögen wachsen, würden alle, die die 30 Mio.-€-Grenze überschreiten, diesen Vermögenszuwachs verlieren. Das lässt sich ganz einfach umgehen: Durch Konsum. Wer knapp unter 30 Mio. € besitzt und mit einem Vermögenszuwachs rechnet, müßte keinen Cent Vermögenssteuer bezahlen, wenn er stets so viel "verprasst", daß er unter der 30 Mio.-€-Grenze bleibt.

Diese Art der Vermögenssteuer hätte also einen Konsumrausch bei Handel und Dienstleistungen und dadurch bedingt Steuereinnahmen für den Staat durch die Umsatzsteuer zur Folge. Ausnahme sind Ausgaben für Dinge, die Umsatzsteuerfrei sind, also z.B. Kunstgegenstände. Im Sinne der Kulturförderung und in Anbetracht der Tatsache, daß das Horten von Kunstgegenständen gesellschaftlich unkritisch ist, kann man Kunst von der Bemessung der Vermögenssteuer ausnehmen.

Kapseln mit Blattgolz zum Gold Scheissen

Für die Reichen, die sich heute gegen die Vermögenssteuer stemmen, hätte sie 2 Dinge zur Folge: Erstens höhere Lebensqualität durch die Erfüllung materieller Wünsche. Und zweitens eine höhere Lebenszufriedenheit, weil der Abstand zu den skandalös Armen dieser Welt nicht mehr so groß ist und Reiche endlich helfen, das Elend zu beseitigen, statt es durch Zinsforderungen zu mehren.

Noch nicht überzeugt?

Sind Sie noch nicht überzeugt? Sind Sie dafür, daß dieses menschenverachtende System weiter laufen soll?

Reichen Menschen, die sich als gläubig betrachten, möchten wir (als religiös Neutrale) zum Nachdenken anregen. und zwar über das Matthäus Evangelium 41ff:

"Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. ... Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben."

Hungertod durch die Gier der Reichen

"Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
"wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
(Bertold Brecht in seinem Gedicht "Alfabet")