top998px
startinhaltfaqkontaimpr

Was ist Inflation?


Inflation ist ein Begriff, der gern von denen, die Frage 15 der FAQ nicht verstehen wollen, mißbraucht wird, um das Bandbreitenmodell (BBM) anzugreifen.

Eine zu hohe Inflation ist tatsächlich ein Kriterium, das jedes
(aktuelle wie auch alternative) Wirtschaftssystem vermeiden muß, wenn es funktionieren und von den Bürgern akzeptiert werden soll.

Lesen Sie nachfolgend, was genau Inflation eigentlich ist, und wie das BBM das Problem löst.
100billionenmark


Geldmenge oder Preissteigerung?

Der lateinische Begriff "Inflation" bedeutet  "Ausweitung" und bezeichnete ursprünglich die Ausweitung der Geldmenge (also das Drucken von zusätzlichem Geld durch eine Zentralbank).
Die entscheidende Frage dabei lautet: Ist das Drucken von zusätztlichem Geld ein Problem? Antwort: Es kommt darauf an, welchen Effekt eine Geldmengensteigerung auf die Kaufkraft der Bürger hat. Wenn eine höhere Geldmenge nicht zu höheren Preisen /sinkender Kaufkraft führt, ist die Geldmengensteigerung irrelevant.

Damit sind wir bei der zweiten und einzig relevanten Definition der Inflation - der Preissteigerung. Wenn in den Nachrichten gemeldet wird, daß die Inflation um 3% gestiegen ist, bedeutet das immer, daß die Preise für die wichtigen Güter des alltäglichen Lebens ("Warenkorb") um 3% gestiegen ist. Sie werden niemals hören, daß die Inflation um 3% gestiegen sei, weil die Geldmenge um 3% erhöht wurde.

Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation hängt ab von der Verteilung des Geldes sowie Angebot und Nachfrage nach Gütern  (siehe unten). Wäre der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation zwingend, wäre er nicht widerlegbar. Die Realität ist jedoch voller Beispiele, die die Geldmengentheorie empirisch widerlegen:
Die "Quantitätsgleichung", die heute an Universitäten gelehrt wird, besagt: "Preisniveau gleich Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit dividiert durch Zahl der Transaktionen". Das heißt auch: Wenn man auf der rechten Seite der Gleichung die Geldmenge steigert, müssen auch die Preise steigen - und zwar im gleichen Maß. Würde die Lehrbuchtheorie stimmen, müßte eine um 50% höhere Geldmenge zu 50% höheren Preisen führen. Wie die Realität beweist, stimmt das nicht. Auch bei diesem Thema werden falsche Inhalte an den Universitäten gelehrt.

Aber was läßt nun Preise steigen? Die Süddeutsche Zeitung erkannte im April 2009: "Die Angst vor der Inflation ist heute unbegründet. Gewiss, die Menge des von der Zentralbank gedruckten Geldes steigt. Viel Geld allein macht aber noch keine hohen Teuerungsraten. Die Preise kommen nur ins Laufen, wenn Bürger, Banken und Unternehmen das Geld ausgeben statt es zu horten. Geld, das unter der Matratze oder auf dem Sparbuch herumliegt, schafft keine Inflation. Es muss schon ausgegeben werden."

Preise hängen von  Verteilung, Angebot und Nachfrage ab

Der Mythos, daß eine Geldmengensteigerung zwangsläufig die Preise steigen läßt, stammt aus Hyperinflationen wie z.B. im Deutschland der 1920er-Jahre.

Alle Hyperinflationen haben gemeinsam, daß einer Mangelwirtschaft  ein geringes Warenangebot einer riesigen Nachfrage gegenüber steht. Händler verkaufen grundsätzlich immer (auch heute) zu den höchsten Preisen, die der Markt her gibt. In einer Mangelwirtschaft kommt es daher zu einer Preisentwicklung, die wie eine Versteigerung läuft: Wer am meisten zahlen kann, bekommt die Ware.

Das hat zur Folge, daß die breite Mehrheit der Bevölkerung, die explodierende Preise für lebenswichtige Dinge wie Nahrung und Brennstoffe nicht zahlen kann, mit einem Hungeraufstand die Regierung verjagt.

Das hat wiederum zur Folge, daß die Regierung, die selbst überleben will, gar keine andere Wahl hat, als die Bevölkerung mit so viel Geld zu versorgen, wie die Händler verlangen.

Eine Geld-Preis-Spirale tritt in Gang, die stets zum Zusammenbruch führt, sobald man mit den Geldscheinen nur noch heizen kann (siehe rechts).
geldverbrennen

Im Bandbreitenmodell (BBM) werden alle Menschen wesentlich höhere Einkommen und damit weitaus mehr Kaufkraft haben. Obwohl die Preise von der Kostenseite her nicht steigen müßten (siehe FAQ Frage 15), gibt der Markt höhere Preise her. In Deutschland entstünde der "Schweiz-Effekt": Identische Produkte kosten in den Schweiz mehr als in Deutschland - aus dem einzigen Grund, daß der Markt es her gibt.

Dieses Problem ist einfach zu lösen, indem man verhindert, daß die Unternehmen die zusätzliche Kaufkraft durch höhere Preise abschöpfen.
Dazu setzt man im BBM "Inflations-Bekämpfungs-Unternehmen" (IBU) ein, siehe www.bandbreitenmodell.de/ibu.