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Was
ist Inflation?
Geldmenge oder Preissteigerung? Der lateinische Begriff "Inflation" bedeutet "Ausweitung" und bezeichnete ursprünglich die Ausweitung der Geldmenge (also das Drucken von zusätzlichem Geld durch eine Zentralbank). Die entscheidende Frage dabei lautet: Ist das Drucken von zusätztlichem Geld ein Problem? Antwort: Es kommt darauf an, welchen Effekt eine Geldmengensteigerung auf die Kaufkraft der Bürger hat. Wenn eine höhere Geldmenge nicht zu höheren Preisen /sinkender Kaufkraft führt, ist die Geldmengensteigerung irrelevant. Damit sind wir bei der zweiten und einzig relevanten Definition der Inflation - der Preissteigerung. Wenn in den Nachrichten gemeldet wird, daß die Inflation um 3% gestiegen ist, bedeutet das immer, daß die Preise für die wichtigen Güter des alltäglichen Lebens ("Warenkorb") um 3% gestiegen ist. Sie werden niemals hören, daß die Inflation um 3% gestiegen sei, weil die Geldmenge um 3% erhöht wurde. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation hängt ab von der Verteilung des Geldes sowie Angebot und Nachfrage nach Gütern (siehe unten). Wäre der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation zwingend, wäre er nicht widerlegbar. Die Realität ist jedoch voller Beispiele, die die Geldmengentheorie empirisch widerlegen:
Aber was läßt nun Preise steigen? Die Süddeutsche Zeitung erkannte im April 2009: "Die Angst vor der Inflation ist heute unbegründet. Gewiss, die Menge des von der Zentralbank gedruckten Geldes steigt. Viel Geld allein macht aber noch keine hohen Teuerungsraten. Die Preise kommen nur ins Laufen, wenn Bürger, Banken und Unternehmen das Geld ausgeben statt es zu horten. Geld, das unter der Matratze oder auf dem Sparbuch herumliegt, schafft keine Inflation. Es muss schon ausgegeben werden." Preise hängen von Verteilung, Angebot und Nachfrage ab
Im Bandbreitenmodell (BBM) werden alle Menschen wesentlich höhere Einkommen und damit weitaus mehr Kaufkraft haben. Obwohl die Preise von der Kostenseite her nicht steigen müßten (siehe FAQ Frage 15), gibt der Markt höhere Preise her. In Deutschland entstünde der "Schweiz-Effekt": Identische Produkte kosten in den Schweiz mehr als in Deutschland - aus dem einzigen Grund, daß der Markt es her gibt. Dieses Problem ist einfach zu lösen, indem man verhindert, daß die Unternehmen die zusätzliche Kaufkraft durch höhere Preise abschöpfen. Dazu setzt man im BBM "Inflations-Bekämpfungs-Unternehmen" (IBU) ein, siehe www.bandbreitenmodell.de/ibu. |