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Fakten und Handlungsdruck:
Was läuft schief? Und was können wir tun?


"Kein Mensch kann dir irgendetwas offenbaren, es sei denn, es ist dir bereits halb bewusst."
(Khalil Gibran)


„Auf die eigentlich bedrängenden Fragen haben wir keine Antworten.“
(Bundeskanzlerin Angela Merkel, 20.02.2006)


Die Welt, in der wir leben, läuft nach Spielregeln. Ein sehr großer Teil dieser Spielregeln wird in Form von Gesetzen von Regierungsparteien beschlossen. Diese Gesetze/Regeln bewirken, daß nicht nur die Mehrheit der Bevölkerung verliert, sondern daß die Gesellschaft insgesamt keine Perspektive für die Zukunft hat. Lesen Sie nachfolgend einige Beispiele für die größten Probleme unserer Gesellschaft, und wie das Bandbreitenmodell sie lösen kann:

  1. Die Produktivitätsfalle: Warum die Wirtschaft immer weniger Arbeitnehmer braucht
  2. Der Zwang zu unendlichem Wachstum in einer endlichen Welt
  3. Der Kaufkraftschwund
  4. Die zu große Schere zwischen Arm und Reich
  5. Der Staat und seine Bürger in der Schuldenfalle
  6. Perspektiven für die Jugend
  7. Deutschland stirbt aus: 4 Kinder auf 6 Erwachsene
  8. Viele Alte - zu wenige Junge: Der Kollaps des Rentensystems
  9. Bildung für einen Ameisenstaat
  10. Gesundheitssystem: Planwirtschaft und Klassenmedizin
  11. Das Zinsproblem
  12. Energie: Abhängigkeit, Preisexplosionen und Verteilungskämpfe

1. Die Produktivitätsfalle: Warum die Wirtschaft immer weniger Arbeitnehmer braucht

Produktivitätssteigerungen bedeuten, daß pro Arbeitnehmer immer mehr Güter/Leistungen produziert werden. Daraus folgt gleichzeitig,
daß zur Produktion der Güter/Leistungen, die sich verkaufen lassen, immer weniger Menschen erforderlich sind.
(mehr: Siehe "Die Hauptursachen der Arbeitslosigkeit")

Fragen Sie einmal einen etablierten Politiker oder Ökonomen,, was er über Produktivität zu sagen hat. Er wird Ihnen wahrscheinlich sagen: "Wir müssen in Deutschland mindestens so viel produktiver sein, wie andere Länder billiger sind." Fragen Sie ihn, wann es denn genug ist mit den ewigen Produktivitätssteigerungen. Er wird entweder die Frage nicht verstehen oder sagen: "Niemals."

Produktivität ist eine Zwickmühle, derer sich unsere Regierungsparteien überhaupt nicht bewusst sind.

Die Globalisierung mit ihrer globalen Kostenkonkurrenz zwingt uns tatsächlich, auf ewig ganz erheblich produktiver zu sein als die Menschen in den aufstrebenden Ländern. Das ist jedoch unmöglich, weil diese ebenso intelligent und bildungsfähig wie wir sind und zudem unter noch größerem Erfolgsdruck stehen. Infolgedessen holen Länder wie China und Indien in gleicher Weise auf, wie es Korea und Taiwan taten. Was wiederum der Grund ist, warum Deutschland immer mehr Industrie- und Dienstleistungsbereiche an billigere/produktivere Länder verliert. Fast alle Computer, Telefone, TV-Geräte, Waschmaschinen, Schuhe, Textilien, Spielwaren etc. stammen aus billigeren/produktiveren Ländern. So produktiv konnten wir bisher u.a. in diesen Branchen gar nicht sein, und fast alle anderen noch vorhandenen Branchen stehen vor dem gleichen Problem.

Das Bandbreitenmodell löst das Problem: Die Produktivität wird so dosiert, daß niemand entlassen wird, sondern jede Produktivitätssteigerung zu kürzeren Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich führt. (mehr)

Und selbst, wenn es möglich wäre, produktiver als die aufstrebenden Länder zu sein, würde die Zwickmühle auf der anderen Seite zum Kollaps führen: Auf der Kaufkraftseite (siehe unten, Punkt 3). Je produktiver die Arbeitnehmer werden, desto mehr ihrer hergestellten Produkte müssen verkauft werden. Da die Kaufkraft nicht steigt (und sogar sinkt), führt jede Produktivitätssteigerung zu mehr Arbeitslosigkeit. (mehr).

Und selbst, wenn entgegen der Wirklichkeit die breite Mehrheit der Bürger auf wundersame Weise immer mehr Kaufkraft hätte und bei steigender Produktivität immer mehr Produkte verkauft werden kännten, stellt sich das Problem des ewigen Wachstums:


2. Der Zwang zu unendlichem Wachstum in einer endlichen Welt

"Jeder, der glaubt, daß exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann,
ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler."
(Kenneth Boulding, berühmter Wirtschaftswissenschaftler)

Fragen Sie doch einmal einen etablierten Politiker oder Ökonomen, was er über Wachstum zu sagen hat, und beobachten Sie seine reflexhafte Antwort: "Wir brauchen mehr Wachstum!" Fragen Sie ihn als nächstes, wann es denn genug ist mit dem Wachstum. Er wird entweder die Frage nicht verstehen oder sagen: "Niemals. Wir mässen immer weiter wachsen!" Und dann fragen Sie ihn, wie unendliches Wachstum in einer endlichen Welt möglich sein soll... Mehr zu diesem wichtigen Thema lesen Sie unter "Wachstum".

3. Der Kaufkraftschwund

Die Kaufkraft ist bei der großen Mehrheit der Bundesbürger nicht nur sehr gering (mehr). Sie sinkt seit Jahren von Jahr zu Jahr. Renten und Sozialleistungen steigen entweder überhaupt nicht oder geringer als die Preise, und die Gehälter sinken bei den meisten Menschen ebenso. Wer - wie es die Regierungsparteien durch Hartz IV erzwingen - Arbeit zu jedem Lohn annimmt, drückt die Löhne. Die Kaufkraft verlagert sich immer weiter auf die wenigen Menschen, die ohnehin schon alles haben und ihr Geld vorwiegend nutzen, um durch Zinsen noch mehr Geld zu horten. (siehe unten, Punkte 4 und 11).

Unternehmen sind immer von der Kaufkraft ihrer Kunden abhängig. Kaufkraft entsteht durch Löhne. Und die Löhne sinken, weil wir in unserem bisherigen System ein riesiges Überangebot an Arbeitskräften haben.

Da der betriebswirtschaftliche Druck auf Unternehmen, die Kosten zu senken, niemals aufhört, sind die Unternehmen gezwungen, u.a. die Lohnkosten immer weiter zu senken - durch Rationalisierungen / Automation / Produktivitätssteigerungen und die Auftragsvergabe in Niedriglohnländer (mehr)

Da die Arbeitnehmer (und von den Sozialbeiträgen der Arbeitnehmer finanzierten Rentner) jedoch gleichzeitig ihre Kunden sind, müssen die Unternehmen ihre eigenen Kunden wegrationalisieren - das System begeht Selbstmord.
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Das Bandbreitenmodell kann das Problem lösen und die Abwärtsspirale der Kaufkraft in eine Aufwärtsspirale umdrehen. (mehr)

4. Die zu große Schere zwischen Arm und Reich

In der Geschichte der Menschheit hat noch kein Staat bzw. keine Gesellschaft eine zu große Ungleichheit zwischen einer armen Mehrheit und einer reichen Minderheit überlebt. Ob Französische Revolution von 1789, russische Oktoberrevolution von 1917, Kubanische Revolution von 1953 oder hunderte und aberhunderte Volksaufstände quer über den gesamten Planeten - überall war früher oder später der Punkt erreicht, bei dem ein Funke genügte, um die bisherigen finanziellen/politischen Eliten zu verjagen, zu enteignen oder gar zu ermorden. Früher oder später lassen sich die Menschen nicht mehr durch Brot und Spiele einlullen, stehen vom TV-Gerät auf und sagen sich: "Mir reicht es jetzt. Diese Ungerechtigkeit und diese Leute lasse ich mir nicht mehr bieten."

Es liegt also im ureigensten Interesse der reichsten und mächtigsten Menschen der Welt, die Schere zwischen Arm und Reich nicht so weit auseinanderreißen zu lassen, daß sie alles verlieren. Nicht wenige Menschen sehen auch die Gefahr, daß rechtsradikale Demagogen die Gunst der Stunde nutzen.

Die Chancen stehen schlecht, daß sich der Zusammenbruch des Staates aufhalten lässt, weil nirgends auch nur ein Ansatz zu erkennen sind, daß die Vertreter der Superreichen sagen: "Wir sind nun reich genug und hören auf, immer noch mehr Vermögen anzuhäufen." Die menschliche Gier schaufelt sich also durch die Unfähigkeit zur Genügsamkeit (selbst auf extrem hohem Niveau) ihr eigenes Grab.

Und so läuft die Umverteilung durch den Zinseffekt immer weiter (siehe unten, Punkt 11).

Eine interessante und enorm wichtige Frage stellte und beantwortete Prof. Krysmanski im Telepolis-Interview vom 30.12.09:
Bei wem haben der Staat und seine Bürger eigentlich die Billionenschulden? Diejenigen, die Vermögen im Überfluss besitzen, sind die Empfänger der Zinsen, die wir Bürger des Staates durch unsere Steuern zahlen, Generation für Generation.. In seinem Buch "Hirten und Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen" identifiziert Prof. Krysmanski eine globale Oberschicht, bestehend aus rd. 3.000 Dollar-Milliardären, rd. 10-20.000 Superreichen mit Vermögen von 500 Mio. bis 1 Mrd. $, rd. 100.000 "Ultrahochvermögenden" mit 30-500 Mio. $, rd. 1 Mio. "Hochvermögenden" mit 5-30 Mio. $ und rd. 10 Mio. Vermögende mit 1-5 Mio. $. (mehr) Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt 99% allen Vermögens. 99% der Weltbevölkerung besitzen zusammen 1%.

Und es ist nie genug, Die Schere reißt systembedingt immer weiter auseinander. Löhne werden immer weiter gedrückt, Menschen durch billigere Maschinen ersetzt, Profite immer weiter gesteigert. Sagen Sie einem Kapitalanleger, er erhielte 5% Zinsen jährlich (nach Abzug der Inflation). Da wird er extrem unzufrieden sein und sagen, das sei ihm viel zu wenig. Wie extrem die Umverteilung bei nur 5% Jahreszins abläuft, zeigt der "Josephspfennig". Die Umverteilung von Arm nach Reich führt demnach mit mathematischer, absoluter Sicherheit zum Zusammenbruch des Systems. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie.

Der grandiose Kabarettist Georg Schramm verdeutlicht in diesem Video, wie ungleich die Vermögen in Deutschland verteilt sind:




Das Bandbreitenmodell kann die Schere zwischen Arm und Reich auf ein Maß verringern, daß einerseits von der breiten Mehrheit akzeptiert wird und andererseits nicht durch Enteignung demotiviert.

5. Der Staat und seine Bürger in der Schuldenfalle

Unsere Regierungsparteien stürzen unser Land in immer tiefere Schulden. 2013 sind es über 2,2 Billionen €. Diese Schulden erklären Sie als akzeptabel, weil man sich in schlechten Zeiten verschulden dürfe, um die Schulden in besseren Zeiten zurückzuzahlen. Fakt ist jedoch, daß die Regierungsparteien seit Gründung der Bundesrepublik jedes Jahr mit zusätzlichen Schulden abschlossen - 60 Jahre hintereinander mit Defizit, sogar in Boomzeiten!

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Machen wir uns nichts vor: Die Schulden werden niemals zurückgezahlt. Im Gegenteil: Sie werden immer weiter steigen, und damit die Zinslast, die wir unseren Kindern aufbürden. Der Staat wird früher oder später zwangsläufig handlungsunfähig.

Das Steuersystem des BBM kann den Staat entschulden und all die Dinge finanzieren, für die es heute heißt: "Das ist zwar nötig, aber dafür ist kein Geld da."



6. Perspektiven für die Jugend

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Die Perspektiven junger Menschen sind weitaus schlechter als die ihrer Eltern - und sie verschlechtern sich u.a. durch die 5 o.g. Gründe weiter. Beispiele:

  • Die Hälfte von ihnen verdient weniger als 1.500 € brutto (Sibylle Haas: "Jung, krank, pleite", SZ 15.12.09).
  • "Jeder zweite unter 30 hatte schon mal ein befristetes Arbeitsverhältnis, und ein Drittel ist prekär beschäftigt - etwa als Leiharbeiter, befristet, auf ABM-Stellen oder als ewige Praktikanten." (Christoph Titz, Britta Mersch: "Jung, gut ausgebildet, chancenlos", Der Spiegel, 15.06.09).
  • "2009 ist kein gutes Jahr für Hochschulabsolventen: Stellen Firmen überhaupt noch ein, dann nur Bewerber mit Berufserfahrung" (Christine Demmer: "Augen auf und durch", SZ 23.08.09)
  •  "Berufsanfänger haben gelernt, dass jeder so tun muss, als arbeite er aus rein altruistischen Gründen. Gehalt? Unwichtig. Arbeitszeiten? Pffff. Sie haben gelernt, dass es irgendwie okay ist, ganz ohne Vertrag zu arbeiten oder entgegen allen Schwüren doch noch ein allerallerletztes Praktikum dranzuhängen. Und anschließend freuen sie sich über einen Halbjahresvertrag mit einer Bezahlung, die für die Anmietung einer eigenen Wohnung niemals reichen würde, vor der gönnerhaft dreinblickenden Restbelegschaft in Grund und Boden über diese "Chance"." (Elena Senft: "Danke für die Demütigung", Der Spiegel 09.09.09)
  •  "Die größten Verlierer der Krise stehen schon fest: junge Berufseinsteiger. Die einen bekommen gar nicht erst einen Job - die anderen verlieren ihn als Erste. Und vielen droht direkt Hartz IV" (Max Haerder, "Vom Ingenieur zum Tellerwäscher", Der Spiegel, 27.07.09)
  •  "Junge Beschäftigte würden entweder nicht übernommen oder nur kurzfristig beschäftigt. Viele junge Menschen hätten ihren Job verloren, weil sie nur befristet oder in Leiharbeit beschäftigt waren. Denn Unternehmen trennten sich zuerst von Arbeitnehmern, deren Schutz relativ gering sei" (SZ 22.07.09: "Jung, männlich, qualifiziert")
  • Anna K., abgeschlossenes Studium, Talent: "Wahrscheinlich war es naiv von ihr zu glauben, dass sie nach der Schule eine Anstellung finden könnte, die zu ihrer Berufsausbildung passt. Wahrscheinlich passt dieser Wunsch einfach nicht mehr in die heutige Zeit. ... an ihrem Studienkredit zahlt sie noch immer. Eine Festanstellung in ihrem Beruf, sagt sie, daran glaube sie nicht mehr." (Dialika Krahe, "Ganz unten", Der Spiegel 13.07.09)
  • "Fertig mit dem Studium und arbeitslos - Tausende Absolventen plagt derzeit die Angst vor einer Zukunft ohne Arbeit. Eine neue Studie zeigt: Für viele gibt es tatsächlich nur wenig Hoffnung, der Job-Markt sieht miserabel aus. (Christoph Titz: "http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,627412,00.html", Der Spiegel 29.05.09)

Das Bandbreitenmodell bietet allen Menschen - jung und alt - eine Garantie auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz (Mindestgehalt 40.000 € netto jährlich), mit nie dagewesenen Chancen, auch in der gewünschten Branche arbeiten zu können. Mehr dazu unter "Vision".


7. Deutschland stirbt aus: 4 Kinder auf 6 Erwachsene

Die Geburtenrate in Deutschland beziffert das Statistische Bundesamt auf rd. 1,35 Kindern pro Frau. In dieser Definition steckt ein bezeichnender Fehler:
Zu einem Kind gehört immer auch ein Vater - und genau da liegt das Problem. Noch immer ist traditionell der Vater der Ernährer einer Familie. Selbst wenn Frauen arbeiten, wollen sie als Vater ihrer Kinder grundsätzlich immer einen Mann mit sicherem, möglichst hohen Einkommen.

Aus den unter 1.-6. genannten Gründen haben jedoch Männer (ebenso wie Frauen) keine ausreichend sichere, planbare Zukunft mehr. 1,35 Kinder pro Elternpaar bedeutet: Nur 4 Kinder kommen auf 6 Erwachsene. Bei dieser Geburtenrate fehlt in jeder Generation ein Drittel, um die Bevälkerungszahl langfristig konstant zu halten. Bisher fiel die Bevölkerungszahl nur deshalb nicht, weil die Lebenserwartung steigt: Die Menschen werden immer älter. So erstrebenswert das ist, zieht es jedoch ein verheerendes Problem nach sich: Deutschland vergreist. Der "demographische Wandel" ist eine tickende Zeitbombe. Die Bandbreitenmodell löst das Problem.

Erstens bietet es eine sichere und planbare Zukunft für junge Menschen und damit die Grundlage für Familiengründungen. Zweitens befreit es die Familien/Erwerbstätigen von der Finanzierung der Rentner. Mehr am Ende von Punkt 8.


8. Viele Alte - zu wenige Junge: Der Kollaps des Rentensystems

"Wer weiß, wie dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist, den beglückwünsche ich."
Bundeskanzlerin Angela Merkel, 20.08.2006


Das heutige gesetzliche Rentensystem bedeutet, daß Durchschnittsrentner an der Armutsgrenze leben. Für Frauen liegt die tatsächliche Durchschnittsrente 2010 bei lt. Rentenbericht des Deutschen Bundestags bei rd. 485 €, und damit unterhalb des Existenzminimums. Unter "Rentenfakten" lesen Sie, wie niedrig die Renten tatsächlich sind. Daß sich nur rd. 3% aller Rentner als arm bekennen und ihr Recht auf ergänzende Sozial- hilfe in Anspruch nehmen, beweist nicht, daß nur 3% arm sind, sondern daß die Methode der Regierungs- parteien funktioniert, Armut als persönlich verschuldete Schande zu brandmarken und den Bezug von berechtigten Sozialleistungen als Schmarotzertum zu geisseln. Millionen Rentner leben in bitterer Armut oder sind auf ihre Kinder angewiesen, weil der Staat sie im Stich lässt. Die Regierungsparteien haben den heutigen und auch künftigen Rentnern nichts zu bieten als Armut.

Besonders perfide ist die Riesterrente, mit der die Regierungsparteien die Bevölkerung zwingt, "privat" - also selbst - vorzusorgen, weil sie wissen, daß das gesetzliche Rentensystem den Staat kollabieren läßt. Dabei ignorieren sie vorsätzlich, daß gerade diejenigen, die aufgrund niedriger Einkommen am dringendsten zusätzliche Alterseinkünfte benötigen werden, überhaupt kein Geld haben, um vorzusorgen. Warum die Riesterrente der wahrscheinlich größte Betrug in der Geschichte der Bundesrepublik ist, lesen Sie hier.

Der Grund für den zwangsläufigen Kollaps des gesetzliche Rentensystems liegt im Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern. Heute finanzieren rd. 22 Mio. sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Beschäftigte 20 Mio. Rentner (Teilzeitbeschäftigte sind aufgrund ihrer geringen Einkommen und Sozialabgeben kaum relevant). Da die Beiträge der Arbeitnehmer nicht ausreichen, um die jährlich rd. 210 Mrd. € Renten auszuzahlen und die sonstigen Kosten des Rentensystems (weitere 30 Mrd. €) zu decken, muß der Staatshaushalt fast 80 Mrd. € als "Bundeszuschuss" finanzieren. Das sind gemäß Haushaltsentwurf 2010 rd. 33% der Staatseinnahmen oder 25% des Bundeshaushalts. Oder anders ausgedrückt: Da für die 80 Mrd. € Bundeszuschuss überhaupt kein Geld da ist, entspricht der Bundeszuschuß der Höhe der zusätzlichen Schulden von rd. 86 Mrd. €. Die Rente wird durch Schulden finanziert.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist eigentlich bankrott. Durch den Bundeszuschuss wird sie künstlich am Leben gehalten. Die Frage ist also u.a.: Wie zukunftsfähig ist der Bundeszuschuss? Das Bundesfinanzministerium gab unter Finanzminister Hans Eichel Berechnungen bekannt, daß der Bundeszuschuss zu Rente im Jahr 2050 bei 80% des Staatshaushaltes läge. Allein Bundeszuschuss und Zinslast (siehe Punkt 5) lägen dann weit über den gesamten Staatseinnahmen. Jeder Fachkundige weiß, daß das völlig unmöglich ist.


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Im Jahr 2050, wenn die Jahrgänge 1950-1980 Rentner sind, werden maximal 15 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nicht nur 30 Mio. Rentner finanzieren müssen, sondern auch weit über 10 Mio. Arbeitslose (siehe Punkt 1). Auch das ist völlig unmöglich. Das gesetzliche Rentensystem hat nicht einmal eine theoretische Chance, zu überleben - es sei denn, die Renten lägen bei wenigen hundert Euro monatlich. Und auch das kann keine Lösung sein.

Wie das Bandbreitenmodell einen Ausweg mit einer Mindestrente von 2.000 € (plus Preissteigerungssausgleich) ermöglicht, lesen Sie hier unter Punkt 3.


9. Bildung für einen Ameisenstaat

Wer in unserem Bildungssystem Erfolg haben will, muß Prüfungen mit möglichst guten Noten bestehen. Alles andere ist nachrangig. Unser Bildungssystem basiert auf Noten. Bewertet werden nicht Lernerfolge, sondern Fehler beim Versuch, eine Norm zu erfüllen. Wer Prüfungen nicht gut genug besteht, fliegt von der Schule, aus der Lehre, oder wird zwangsexmatrikuliert an der Universität. Zweite Chancen gibt es kaum. Schüler müssen nichts verstehen, hinterfragen und verarbeiten. Dafür gibt man ihnen auch keine Zeit, denn es geht nur um Leistung. Und Leistung misst man in Arbeit durch Zeit. Siehe Fritz Reheis: "Entschleunigung", Kapitel 3. An den Universitäten wird der Kampf um Noten immer härter: "
Der Leistungsdruck im Studium ist so gewaltig, dass fast jeder Dritte aufgibt." schreibt z.B. die SZ.

Schulen lehren nicht, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert, wie unser Geldsystem funktioniert, die Arbeit der Regierung kritisch zu analysieren, wie unser Rechtssystem funktioniert, wie man Kinder erzieht, wie man sich gesund ernährt, wie man beziehungsfähig wird, kaum etwas über Sozialkompetenzen, Psychologie und Philosophie. Für die menschliche Entwicklung wichtige Fächer, die keinen finanziell verwertbaren Nutzen versprechen (Kunst, Musik, Sport, etc.), werden von den Regierungsparteien zusammengestrichen. In Schulbüchern findet keinerlei Kritik an Regierung, politischem System oder Wirtschaftssystem statt. Kinder werden gleichgeschaltet,

Unsere Kinder, Studenten und Auszubildenden werden zu Funktionsträgern geformt - wie in einem Ameisenstaat. Von humanistischen, aufgeklärten Bildungsidealen für mündige Bürger sind wir weit entfernt. Die freie Berufswahl, die das Grundgesetz garantiert, gibt es nicht. Persönliche Neigungen und Ziele interessieren keinen Arbeitgeber. Unsere Kinder müssen nehmen, was sie kriegen können.

Unsere Welt fordert immer mehr Bildung - und unsere Regierungsparteien verkürzen sowohl Gymnasium als auch das Studium. Für das Grundrecht auf Bildung verlangen sie Studiengebühren (die erst nach massiven Wählerverlusten zurückgenommen wurden). 10-jährige Kinder sortieren sie in Hauptschulen aus, wo sie nachweislich ihre Zukunft schon hinter sich haben. Nirgends hängen Bildungschancen so sehr von der sozialen Schicht ab wie in Deutschland.

Chancengleichheit gibt es nicht. Die Mängelliste unseres Bildungssystems ist riesig. Das Know-how für ein wirklich gutes Bildungssystem ist vorhanden, wird aber nicht angewandt. Um die Mängel zu beseitigen braucht man lediglich den politischen Willen - und eine Menge Geld.

Das Steuersystem des BBM kann nicht nur ein erstklassiges Bildungssystem finanzieren. Es legt auch die Grundlage dafür, daß eine Orientierung des Bildungssystems an den Bedürfnissen der Menschen möglich ist. Siehe auch Kapitel 2.2.11. "Zeugnisse oder Chancen" im Buch "Die Geldlawine".


10. Gesundheitssystem: Planwirtschaft und Klassenmedizin

Lobbyisten u.a. der Pharmaindustrie zahlen Geld an die Vertreter der Regierungsparteien. Diese pumpen dann rein zufällig immer mehr Geld in das Gesundheitssystem und erklären, es habe zu geringe Einnahmen. Zutreffend ist das Gegenteil. Nirgends wird so viel Geld verschwendet wie im Gesundheitssystem. Deutschland hat das dritt-teuerste Gesundheitssystem pro Kopf. Ausgerechnet diejenigen, die am lautesten den freien Markt propagieren, haben in Gesundheitssystem den Markt ausgeschaltet und Kartelle installiert. Es gibt keinerlei Wettbewerb.

Patienten - die finanziell betrachtet immer auch Kunden sind - haben keinerlei Anreiz, Kosten zu vergleichen und gering zu halten. Gesetzlich Versicherte erfahren nicht einmal, was ihre Behandlungen und Medikamente kosten, und privat Versicherten ist es egal, weil sie bisher die Rechnungen in nahezu beliebiger Höhe einfach bei ihrer Kasse einreichen.

Als logische Folge fehlenden Wettbewerbs sind die Kosten nicht nur absurd hoch - sie steigen auch munter weiter. Dies hat wiederum zur Folge, daß das System finanziell am Ende ist. Als Antwort darauf kürzen die Regierungsparteien die Leistungen und rationieren Therapien und Medikamente. Der ehemalige Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, erklärte im Januar 2010: „Nicht jeder Krebspatient bekommt heute das sehr teure Krebsmedikament. Ärzte und Krankenhäuser stehen unter Budgetdruck und entschieden deshalb, ausgehend vom Einzelfall, bei welchem Patienten sich eine teure individuelle Behandlung besonders lohnt. Im deutschen Gesundheitswesen wird heimlich rationiert, weil nicht genügend Geld zur Verfügung steht, um allen Menschen die optimale Therapie zu verschaffen." (Lisa Nienhaus: "
Ärzte beklagen Rationierung", FAZ 17.01.2010). Auch die Privaten Krankenversicherungen beantworten die Kostenexplosion zunehmend mit Rationierung und Betrug an den Patienten (Tobias Lill: "Sparen, bis der Arzt nicht mehr kommt", SZ 24.01.2010).

Die Gesellschaft reißt auch in der Medizin zwischen Arm und Reich auseinander (siehe Punkt 4). Wer arm ist, kann sich unerlässliche Behandlungen oft nicht (in ausreichender Qualität) leisten und stirbt früher. Geringverdiener sterben durchschnittlich 9 Jahre früher als Besserverdiener. Wie lange werden sich das die finanziell Schwachen noch gefallen lassen?

Die weitreichende Korruption und Interessenkonflikte im Gesundheitswesen führen auch dazu, daß Wirksamkeiten medizinischer Leistungen verschleiert werden. Die "
Krankheitserfinder" kaufen Professoren als "Mietmäuler" und lassen Gesunde zu kranken erklären, denen sie überflüssige Therapien verkaufen. Chirurgen und Orthopäden führen Eingriffe an Rücken und Knien durch, die sie selbst an sich niemals durchführen lassen würden. Positivlisten, mit denen Patienten unwirksame von wirksamen Medikamenten/Therapien unterscheiden könnten, werden von Regierungsvertretern verhindert, die Pharmalobbyisten nahe stehen. Wenn man § 263 "Betrug" und §§ 223ff "Körperverletzung" des Strafgesetzbuchs endlich anwenden würde, kämen viele Jahre Gefängnishaft für die Beteiligten zusammen.

Die medizinische Forschung und die Versorgung mit Medikamenten liegt in den Händen der Pharmakonzerne, die mit der Symptomunterdrückung von Krankheiten Milliarden verdienen und mit kostengünstigen, dauerhaften Therapien Milliarden verlieren würden. Es fehlt also der Anreiz, Krankheiten kostengünstig und dauerhaft zu beseitigen. An Krankheiten, mit denen sich zu wenig Geld verdienen lässt, wird kaum geforscht. Kritiker der Pharmakonzerne, die deren Milliardenprofite gefährden, werden von den Regierungsparteien mit durchsichtigen Begründungen
abgesägt, wie z.B. der Pharmakritiker und ehemalige Leiter des IQWIG.

Die kostengünstige und nebenwirkungsfreie Komplementärmedizin wird von den Regierungsparteien auf Druck der Pharmalobby ebenso diskriminiert wie die "sprechende" Medizin. Und das, obwohl z.B. die FAZ feststellt: "Würde man die Bundesbürger vor diese Wahl stellen, wäre eine überwältigende Mehrheit für Pflanzenheilkunde, Akupunktur, Homöopathie und andere alternative Verfahren wohl sicher. Und mehr als 90 Prozent der Anwender sind einer Erhebung der Techniker Krankenkasse zufolge mit dem Behandlungserfolg zufrieden." (Julia Gross: "
8 Minuten sind nicht genug", FAZ 17.05.09)

Auch im Gesundheitswesen füllt die Mängelliste Bibliotheken. Wie das BBM ein kostengünstiges und erstklassiges Gesundheitssystem bieten kann, lesen Sie in Kapitel 6.2. des Buches "Die Geldlawine". Wie das BBM dies finanzieren kann, lesen Sie unter "Umsatzprovisionseinnahmen".


11. Das Zinsproblem

Die Umverteilung von Arm nach Reich (siehe oben, Punkt 4) läuft durch den Zinseffekt immer weiter. Es liegt in der Natur der Sache, daß nur jemand Zinseinkünfte erzielen kann, der ein ausreichend hohes Vermögen besitzt. Und es liegt ebenso in der Natur der Sache, daß derjenige Zinsen zahlt, der kein ausreichend hohes Vermögen besitzt. So funktioniert die Umverteilung vom Arm nach Reich durch Zinsen:
  • Konsumenten finanzieren Profite (Eigenkapitalverzinsung) der Unternehmenseigentümer
  • Mieter zahlen Mieten (Mietzins) an Immobilieneigentümer
  • Schuldner zahlen Kreditzinsen an Bankeigentümer/Kapitalanleger
  • Steuerzahler zahlen Zinsen für Staatsschulden/Rentenpapiere an Kapitalanleger
Mehr über das Zinsproblem lesen Sie unter "Zinsproblem", und wie das BBM das Zinsproblem lüsen kann, lesen Sie unter "Zinsproblemlösungen".

12. Energie: Abhängigkeit, Preisexplosionen und Verteilungskämpfe

Deutschland ist vollkommen abhängig von Öl- und Gasimporten aus meist labilen Ländern. Wenn diese Importe nur für wenige Monate ausbleiben, gehen in Deutschland nicht nur buchstäblich alle Lichter aus, sondern auch alle Heizungen, Fahrzeugmotoren und Produktionsanlagen. Ohne Öl und Gas ist Deutschland tot. Und in fast allen anderen Nationen ist das ebenso. Für die USA, China, Großbritannien, Frankreich, Japan und viele andere Nationen ist die Versorgung mit massenhaft Öl und Gas eine existentielle Frage. Jeder Fachkundige weiß, was passiert, wenn bei militärisch potenten Ländern diese Existenzgrundlage gefährdet ist: Dann wird das Öl mit Waffengewalt geholt. Der Irak-Krieg war nichts anderes als ein Öl-Raubzug. Chinas Veto im UN-Sicherheitsrat gegen Völkermord-Sanktionen in Darfur hat seine Ursache in sudanesischem Öl. In Nigeria schlagen sich die Menschen für Öl die Köpfe ein. Wahrscheinlicher ist ein Verteilungskampf über den Preis. Die Öl- und Gasvorräte werden zwar noch recht lange vorhanden sein, aber die Nachfrage (vor allem aus China) wird so weit über der Förderung liegen, daß die Preise explodieren. Dann werden nicht nur die Preise für Benzin und Heizöl explodieren, sondern auch für alle Produkte mit hohem Energieanteil an den Produktionskosten. Nicht zuletzt gebietet der Umweltschutz den Umstieg auf saubere, regenerative Energien. Das Steuersystem des BBM löst das Finanzierungsproblem für den schnellstmöglichen Umstieg auf eine 100%ige Energieversorgung durch Geothermie, Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie.


Welches andere Konzept bietet solche Möglichkeiten?
Welches andere Konzept kann auch nur eines dieser Probleme lösen
bzw. ihre diesbezüglichen Ideen finanzieren?